Z-Modul – Beam me up, scotty!

2.-13. September 2019

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Beam me up, Scotty! Der Traum, seinen Körper in Sekundenschnelle an einen beliebigen Ort auf unserem Planeten (oder gerne auch darüber hinaus) zu schicken, ist noch nicht in der Gegenwart angekommen. Immerhin können wir das mit Bildern, Tönen und Wörtern schon recht einfach tun: am Telefon, beim Videochat, in Online-Games – oder in sogenannten telematischen Aufführungen, in denen Schauspieler, Musikerinnen, Tänzerinnen in Echtzeit zusammenspielen, obwohl sie sich an geographisch verschiedenen Orten aufhalten. Körper und Klänge (bzw. deren Abbild) werden dabei über das Internet hin- und hergeschickt: Spielen im digitalen Netz.

Das Z-Modul widmet sich solchen Aufführungsformaten: Wie kann ich mit anderen live zusammenspielen, wenn sie sich in physisch entfernten Räumen aufhalten? Wie schicke ich meine Klänge, meine Bewegungen, meine Wörter in den anderen Raum, wie mache ich mich telepräsent? Wie muss ich meine abwesenden Mitspieler klanglich und visuell repräsentieren, zu mir holen, damit ich sie als präsent erfahre und mit ihnen interagieren kann? Wie kann ich dies in genügend guter Qualität tun, ohne allzuviel Verzögerung in der Ton- und Bildübertragung, ohne zu viel Glitches und Bugs? Was muss ich technisch wissen? Und wie kann dies szenographisch so eingerichtet werden, dass dies auch für ein zuschauendes Publikum interessant und attraktiv ist?


In den Projektwochen findet eine Einführung in technologische und ästhetische Aspekte solcher telematischen Aufführungen statt. Im Zentrum steht die Erarbeitung eigener Studien, Versuche, Skizzen von solchen Cyberformances: Die Möglichkeiten (und auch Unmöglichkeiten) des telematischen Mediums können unter Realbedingungen ausprobiert werden. Dabei können unterschiedliche Formen entstehen: solche, die stärker musikalisch- kompositorisch, eher choreographisch, theatral oder auch installativ ausgerichtet sind. In allen Fällen aber ist es klug und oft notwendig, dass Bildmenschen (z.B. solche, die mit Video, Szene oder Gestaltung arbeiten), Klangmenschen (z.B. Instrumentalistinnen, Tonmeister), Bewegungsmenschen (z.B. Tänzer, Schauspielerinnen) und auch Technikmenschen (die entsprechende Infrastruktur wird zur Verfügung gestellt) lustvoll zusammenarbeiten.

Hier zwei aktuelle Beispiele

Beispiele aus Musik, Tanz und Theater

Beispielaufführung Choreographie / Musik

Team

Matthias Ziegler, Patrick Müller, Musik
Benjamin Burger, Joel De Giovanni, Video, Regie / Choreographie
Nadia Fistarol, Szenographie, Theater
Johannes Schütt, Audiotechnik, Streaming, Musik

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Weitere Informationen: patrick.mueller@zhdk.ch